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ETF Sparen

Aus Verbrauchersicht gibt es viele gute Gründe, sich dafür zu entscheiden, in ETFs zu investieren. Gleichzeitig ist bekannt, dass vor allem Banken und Finanzberater diesen passiven Fonds eher skeptisch gegenüberstehen. Interessanterweise basiert die Ursache für die Ablehnung der klassischen Finanzdienstleister gegenüber diesen Produkten genau auf einem der großen Vorteile, die diese Investmentmöglichkeit für Anleger bereithält.

Nach wie vor schrecken viele Menschen die ihr Geld gewinnbringend anlegen wollen vor der Wertpapieranlage zurück. Dies mag vor allem an der mit ihr in Verbindung gebrachten Risikobehaftung und Komplexität liegen, aber auch daran, dass den meisten potentiellen Anlegern das Wissen über ihre Anlagemöglichkeiten, bzw. die Übersicht darüber, wo sie sich entsprechendes Wissen beschaffen können, fehlt.

In den meisten Fällen führt genau diese Unsicherheit dazu, sich von Banken oder Finanzberatern beraten zu lassen. Genau hierin liegt jedoch das Risiko, vollkommen auf passive Fonds wie ETFs verzichten zu müssen und Produkte mit hohen, renditeschmälerndern Kosten vermittelt zu bekommen.

Fast alle Finanzberater erhalten Provisionen für die Finanz- und Anlageprodukte die sie vermitteln und finanzieren sich hierüber. Insofern ist es nur naheliegend, dass Provisionsberater ihren Kunden eher zu den Produkten raten, die dem Berater- und nicht dem Kunden den größten Gewinn bringen. Zwar haben inzwischen auch einige ETF-Anbieter begonnen, Vertriebs- und Abschlusskosten für die Vermittlung von ETFs zu bezahlen, jedoch liegt diese Vergütung meist weit unter der, die durch andere Finanzprodukte erzielt werden kann.

Ähnliches gilt für Banken. In den meisten Fällen erhalten auch Bankberater eine kleine Provision für Produkte, die sie ihren Kunden vermitteln, sodass auch hier der Anreiz besteht, die Produkte mit der höchsten Provisionsgebühr vermitteln zu wollen. Außerdem ist es so, dass die Banken selbst mit aktiv gemanagten Fonds mehr verdienen, als mit passiven Fonds wie ETFs. Der Grund hierfür liegt in sogenannten Ausgabeaufschlägen. Sie dienen der Finanzierung von Vertriebs- und Verwaltungskosten und liegen bei aktiven Aktienfonds häufig zwischen 4 % bis 6,5 % und bei Rentenfonds meist zwischen 3 % bis 5 %. Bei ETFs hingegen wird in der Regel auf renditeschmälernde Ausgabeaufschläge vollkommen verzichtet.

Ein weiterer Faktor der den Kunden um seine eigentlich erzielbare Rendite bringt sind die laufenden Gebühren, die das Managen aktiver Fonds aufwirft. Auf diese Gebühren ist besonders dann zu achten, wenn aktive Fonds damit beworben werden, auf Ausgabeaufschläge zu verzichten. Meist werden die Erträge die den Vermittlern hierdurch entfallen auf die laufenden Kosten dieser Fonds umgewälzt.

In Bezug auf die laufenden Kosten stellt sich also schnell ein wichtiger Vorteil den ETFs Anlegern bringen heraus – dadurch, dass ETFs lediglich einen Index abbilden, fällt für ihre Verwaltung ein deutlich geringerer Aufwand an, was darin resultiert dass ETFs in ihren laufenden Kosten deutlich unter den Kosten aktiver Fonds liegen.

Macht man sich diese Punkte bewusst, erscheint einem das von klassischen Finanzdienstleistern häufig angeführte Argument, ETFs könnten keine hohen Renditen erzielen, da sie nur den Markt nachbilden würden etwas scheinheilig, wenn man bedenkt, dass bei den durch sie vertriebenen Produkten bewusst die Rendite der Anleger zum Vorteil der Vermittler stark geschmälert wird.

Es wird also schnell deutlich, dass klassische Finanzdienstleister ihren Kunden wohl kaum zu ETFs raten werden, auch wenn diese häufig eine vergleichsweise gewinnbringendere Anlagemöglichkeit darstellen als die typischen Anlageprodukte die vertrieben werden. Die finanziellen Anreize für die Berater selbst sind einfach zu groß.

Dies unterstreicht eine Studie des Anlagemagazins Portfolio International und der Unternehmensberatung MC4MS. Bei einer Befragung von 350 Anlageberatern gab die große Mehrheit der befragten Provisionsberater an, ihren Kunden aus dem Grund nicht zu ETFs zu raten, dass diese nur unattraktive Provisionen abwerfen würden. Gleichzeitig gaben diese aber auch an, definitiv ETFs empfehlen zu würden, würden sie auf Honorarbasis bezahlt werden.

Anleger, eine unabhängige, statt eine durch finanzielle Anreize gesteuerte Beratung erfahren möchten, können sich an einen Honorarberater wenden. Dieser wird von seinem Kunden selbst in Form eines Honorars bezahlt. Durch dieses wird die Beratung des Kunden, jedoch nicht das Produkt für welches sich der Kunde entscheidet vergütet. Dies bringt Anlegern den Vorteil, in ihrem Berater eine sichere Wissensquelle sowie einen Ansprechpartner zu haben, der dabei hilft die beste Anlagestrategie für die individuellen Anlageziele seiner Kunden zu erarbeiten, ohne bereits im Vorhinein auf die Vermittlung bestimmter Produkte fixiert zu sein.

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